ETF

ETF Indexfonds bieten eine gute Anlagemöglichkeit für Privatanleger.

Schwer zu schlagen: Die Vorteile von ETFs

Vermögen Als Anlageoption haben ETFs noch immer einen schweren Stand: Gerade einmal sieben Prozent der Schweizer haben für ihr Geld diese Anlageform gewählt. Dabei bieten die Indexfonds eine mittel- und langfristig gute Anlagemöglichkeit für Privatanleger.

Matthias Mehl

Hinter der technisch anmutenden Bezeichnung ETF verbirgt sich ein einfacher Sachverhalt: Exchange Traded Funds sind passiv verwaltete Fonds, die Indizes 1:1 abbilden und zudem an der Börse gehandelt werden. Die Besonderheit dieser Fonds ist, dass sie passiv gemanagt werden, eine hohe Liquidität aufweisen und eine transparente Form des Anlegens ermöglichen.

ETFs sind einfach zu handhaben.

Weil ETFs direkt über die Broker gehandelt werden, entfallen die für aktives Management sonst üblichen Vermögensverwaltungskosten. Als klassische Anlageklassen werden üblicherweise Aktien-Indizes-ETFs gehandelt, neben denen aber auch ETFs auf Unternehmens- oder Staatsanleihen und auf Geldmarkt oder Immobilien angeboten werden. Über 900 ETFs sind an der Börse kotiert, mit einer ganzen Bandbreite von Indizes. Diese haben eine unmittelbare Orientierungsfunktion und machen deutlich, inwiefern der Fonds als ausreichend diversifiziert und sicher gilt. Zu den bekanntesten Indizes gehören beispielsweise der Swiss-Performance-Index (SPI), der Nebenwerte-Index SPI Extra, aber auch internationale Barometer wie der Deutsche Aktienindex (DAX), der Euro-Stoxx-50 oder der S&P 500.

Volle Transparenz

Durch die Abbildung der Indizes sind ETFs einfach in ihrer Handhabbarkeit: Der Anleger sieht auf einen Blick, in was er investiert und kann von einer grösstmöglichen Transparenz profitieren. Oft vertreten die Anleger, die sich für Indexfonds entscheiden, eine ganz bestimmte Annahme: Die Zusatzinformationen, über die ein Fondsmanager verfügt, zahlen sich langfristig gar nicht aus für die Performance. Und ganz im Gegenteil wird argumentiert: Die Personalkosten für die Betreuung eines aktiven Fonds können sich empfindlich auf die Renditen auswirken. Ausgerechnet der Multimilliardär Warren Buffet vertritt diese Meinung. Als er seinen eigenen Investmentfonds auflegte, erwirtschaftete er pro Jahr über 15 Prozent Rendite und übertrumpfte mit seiner Investitionsstrategie den Vergleichsindex S&P 500 deutlich. Dennoch gab er Anfang dieses Jahres den Tipp: «Investiert euer Geld in Indexfonds und das war’s». Geht man davon aus, dass die Finanzmärkte effizient sind, so werden diese Informationen auch im Kurs einer Aktie enthalten sein – und je grösser der Beobachtungszeitraum, je unwahrscheinlicher ist es, dass Finanzexperten mit ihren exklusiven Informationen den Vergleichs-Marktindex schlagen werden. Freilich darf sich Warren Buffet zu den Ausnahmen zählen.