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Im Winter besser nicht zu heiss duschen

Haut und Haare brauchen im Winter besonders viel Pflege

Fashion & Lifestyle Die Haut wird rissig, die Haare spröde und strohig. Die kalten Monate des Jahres erfordern eine besonders intensive Pflege des Körpers. Die falsche Pflege kann aber schnell das Gegenteil vom Erwünschten bewirken.

Lena Zumsteg

Um sich vor der eisigen Kälte zu schützen, packt man sich in den kalten Wintermonaten mit wolligen Schals, Handschuhen und dicken Mützen ein. Meistens gelingt es dem bissigen Wind aber trotzdem, sich einen Weg durch die Kleidung zu bahnen.

Um die Kälte nicht auch in den eigenen vier Wänden spüren, stellen die meisten Leute in unseren Breitengraden die Heizung relativ hoch ein. Viele duschen zudem täglich ein- bis zweimal. Diese Angewohnheiten haben trockene und spröde Haut zur Folge.
 
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Talgdrüsen sorgen für eine natürliche Befeuchtung der Hautoberfläche. Die Drüsen befinden sich im oberen Teil der Lederhaut und produzieren Lipide, also Fette. Diese sind aber nicht überall gleich aktiv: Die Zahl der Drüsen ist beispielsweise an den Oberschenkeln geringer als an anderen Körperteilen.

Deshalb trocknet die Haut dort auch schneller aus. Mit zunehmendem Alter nimmt ausserdem die Funktion der Talgdrüsen ab. Bei älteren Leuten und solchen, die anfällig auf Austrocknungsekzeme sind, geht der Prozess deshalb noch schneller voran.

Feuchtigkeit zurückgeben

Nicht jedes Hautpflegeprodukt ist für das ganze Jahr geeignet. «Gel und Tonic sind in den kalten Jahreszeiten kontraproduktiv», sagt Daniela Kleeman, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie. Sie würden die Haut nur noch mehr austrocknen. Es sollten rückfettende Duschmittel verwendet werden. Ideal für den Winter sind Produkte mit vielen Harnstoffen. «Sie binden die Feuchtigkeit besser», sagt Kleeman.

Grundsätzlich gilt: je trockener die Haut, desto fettender die Creme. Nicht anders ist es bei den Haaren. Fachleute der Kosmetikbranche wissen, dass es wichtig ist, dem Haar durch die Pflege Feuchtigkeit zurückzugeben. Ansonsten werden die Haare trocken und strohig.

Agieren statt reagieren

Gegen trockene Haut helfen aber auch andere Massnahmen: Die Räume sollten nicht überheizt werden und wer die Sonne geniesst, muss auf genügend Sonnenschutz achten. «Duschen und Baden sollte man nicht zu heiss und nicht zu lange», sagt Kleeman. Wer zudem unter Heuschnupfen oder Asthma leidet, muss seine Haut das ganze Jahr durch intensiver pflegen als andere.
 
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Besser vermeiden

Bei Haarprodukten sollte man auf die Inhaltsstoffe achten. Bei gewissen ist es besser, wenn man sie meidet, beispielsweise Silikone oder Parabene. Parabene sind eine Gruppe von Chemikalien, die als Konservierungsstoffe eingesetzt werden. Es gibt zwar keine Studie, die klar besagt, dass sie schädlich sind, doch wurden diese Inhaltsstoffe immer wieder in Geweben von Brustkrebstumoren nachgewiesen.

Ob ein direkter Zusammenhang besteht, ist aber nicht bewiesen. Experten empfehlen trotzdem, nicht die billigste Haarpflege aus dem Detailhandel, sondern nach Möglichkeit qualitativ hochwertigere Produkte zu kaufen. Denn vielfach enthalten diese weniger problematische Inhaltsstoffe. Ein Blick auf die Verpackungsrückseite lohnt sich aber in jedem Fall.