Vater wandert mit Sohn

Die Schweiz hält viele malerische Orte für Wanderer und Bergsteiger bereit

Gefahrlos zu den schönsten Plätzen der Schweiz

Reisen Bewegung ist der gesündeste Ausgleich zum beruflichen Alltag. Besonders in der Schweiz sind die Berge dafür ein beliebtes Ziel. Eine unpassende Ausrüstung oder falsche Einschätzungen der persönlichen Fitness können fatale Folgen haben. Wie man sich diesen Gefahren erst gar nicht aussetzt, weiss der Experte.

Lena Zumsteg

Es ist kein Geheimnis, dass die Schweizer Berglandschaft atemberaubend ist. Im Sommer geniesst der Bergsportler einen stahlblauen Himmel, malerische Natur und ein idyllisches Gebirgspanorama. Im Winter wirkt die Landschaft mit einer weichen Schneedecke noch märchenhafter. Die Sportler wandern, laufen auf Schneeschuhen oder unternehmen Touren. Dabei nutzen sie vielfach das grosse Angebot der Schweizer Berghütten.
 
Monte Rosa Huette SAC Schweiz
 
Ernst Müller, Hüttenwart der Schweizerischen Alpen-Club (SAC) Doldenhornhütte und Bergführer kennt die Ausrüstungen der Besucher: «Alles, was man kaufen kann, kaufen sie.» Nur das Know-How bleibe dabei manchmal auf der Strecke. Bergsteiger, die 4000 Meter über Meer erklimmen, würden oft mit viel zu grossen Rucksäcken anreisen. «Zudem überschätzen sich viele in der Kondition», sagt Müller. Zusammen ergibt das eine gefährliche Mischung.

Die passende Ausrüstung

Um Unfälle zu vermeiden, sind korrekte Kleidung und fachgerechtes Know-How unabdingbar. «Wanderer benötigen Funktionskleidung, Regenschutz und das richtige Schuhwerk», sagt der Bergführer. Für solche, die höher hinaus wollen, seien steigeisenfeste Schuhe sicherer. Je nach Temperatur ist man in dieser Höhe auch über Mütze und Handschuhe froh.

«Bei steilen Fels- oder Gletscheraufstiegen ist ein Helm vernünftig», sagt Müller. In flachen Gebieten sei ein Kopfschutz aber wenig sinnvoll. Er störe nur und sei unbequem. Man kann es mit der Kleidung und Ausrüstung aber auch übertreiben. Wer mit mangelnder Kondition einen viel zu schweren Rucksack dabei hat, stösst schnell an seine körperlichen Grenzen.
 
Bergsteigen Ausrüstung
 

Heikle Situationen erkennen

«Oft mangelt es auch an technischem Wissen.» Betroffene können von einem grossen Angebot, unter anderem auch beim SAC, profitieren. Das Angebot von verschiedenen Schwierigkeitsstufen erlaubt den Kursteilnehmern dort anzuknüpfen, wo ihre Kenntnisse aufhören.

Ausbildungskurse gibt es unter anderem für das richtige Verhalten bei Lawinengefahr, die ideale Klettersteigtechnik oder Knotenkunde. Einen grossen Nutzen können Anfänger auch aus Gruppenwanderungen ziehen. Ein Amateur unter vielen Fachkennern ist gut aufgehoben.