Man holding a watch

Accessoires bleiben beliebte Fashion Elemente.

Es funkelt weiter – Alle mögen Accessoires und Schmuck

Fashion & Lifestyle Schmuck und Accessoires gehören in die Garderobe wie Socken und Schuhe. Den passenden Ohrschmuck zum Abendkleid oder die edle Krawatte für spezielle Anlässe - die Accessoire-Jäger finden nach wie vor grossen Gefallen an teuren und bekannten Labels, aber auch andere Anbieter gewinnen an Beliebtheit.

Lena Zumsteg

Nur noch selten verlassen die Leute ihr Zuhause ohne Accessoires. Die wenigsten übertreiben es, aber hier ein kleiner Ring oder da eine schlichte Kette am Handgelenk findet man meistens. Die Männer sind nach wie vor sehr zurückhaltend mit den kleinen und grossen Kostbarkeiten. Wonach sie aber greifen, sind Uhr und Krawatte. Die Wahl des passenden Zubehörs fällt umso schwerer, je grösser die Auswahl in der Kommode ist.

Mann mit Armbanduhr

Individualität versus Markenliebe

Für schöne Bijouterie muss man bereit sein, etwas tiefer in die Taschen zu greifen – egal ob für Spezialanfertigung oder Markenproduktion. «Der Trend zum Label ist immer noch da», sagt Hansruedi Wassmann, Goldschmied und Geschäftsführer vom Atelier Wassmann in der Stadt Zug.

Aber auch die Nachfrage nach individuellem Schmuck ist gross. Die Kundschaft, vorwiegend weiblich, kommt selten mit einer genauen Vorstellung. «Nur vereinzelt haben sie eine Zeichnung oder Skizze dabei», weiss Wassmann. Das Produkt entstünde im Prozess. «Manchmal müssen wir eine kleine Änderung vornehmen, damit es der Kundin gefällt.»

Die Wünsche sind aber alle ähnlich: schlichter, schnörkelloser und geradliniger Schmuck mit klaren Formen, vorwiegend in Rot- oder Weissgold, versehen mit einem speziellen Farbstein wie Turmalin, Beryll oder Tansanit. Nach wie vor besteht eine grosse Nachfrage nach Diamanten. Vielfach kämen aber auch Kunden mit dem Anliegen, ein Erbstück anzupassen. «Dieses hat dann auch einen sehr emotionalen Wert.»

Schal Frau Accessoire

Schön und praktisch zugleich

Solche, die mehr Gefallen an weichen Accessoires finden, ziehen Schals und Seidentücher grossem Schmuck vor. «Da sind vor allem frische Farben wie gelb und orange gefragt», weiss Caroline Flueler, Textildesignerin von Caroline Flueler Switzerland. Jetzt gehe es aber langsam auf den Winter zu, deshalb würden die Farbtöne wieder dezenter. Grosse Farbflächen haben zusätzlich den Effekt, dass sie Fröhlichkeit ausdrücken.

«Die Materialien sollen zudem pflegeleicht sein», sagt Flueler. Am beliebtesten seien Materialien, die ohne Qualitätsverlust in der Maschine waschbar sind und auch sonst keine besondere Behandlung bräuchten. Auch würden die Leute vermehrt auf die Herkunft der Ressourcen schauen. «Die Leute schätzen eine biologische Produktion und Schweizer Qualität.»